Montag, 21. August 2023

Wieder auf Achse

19. bis 21. August ▪ Rovaniemi - Pirttilammi Laavu - Wildcampen in Schweden am Tornionjoki nördlich von Pello - Wildcampen in Schweden am Munionjoki kurz vor Kolari, 78 km + 77 km + 74 km

4000 Kilometer offiziell
Von Rovaniemi aus fuhren wir am Ounasjoki nach Norden. Wir benutzten heute die östlich des Flusses verlaufende Straße, obwohl die offizielle Radroute aus unerklärlichen Gründen auf der anderen und stärker befahrenen Flussseite verläuft. Dies war ein sehr schöner Streckenabschnitt bei bestem Wetter und wenig Verkehr.

Unterwegs erreichten wir die 4000er-Marke, insgesamt waren es am Abend 4046 km.
4000 im 2. Anlauf
Die passende Schlaglochformation fanden wir erst einige Kilometer nach dem offiziellen 4000er.

Andi's subjektiver Vergleich Finnland mit Norwegen: Norwegen ist landschaftlich spektakulärer, das Auge kann sich nicht satt sehen und auch körperlich ist es herausfordernder. 

Finnland bietet das ruhige Fahren durch eine grüne Landschaft. Auf den Straßen herrscht meist wenig Verkehr, es gibt viele Radwege. Wir haben mehr Unterstände, meist mit Feuerholz, gefunden.

Im kleinen Dörfchen Meltaus gab es ein spätes Mittag in einem dieser zweckmäßigen Universalläden mit Tankstelle und Café.

Dann bogen wir nach Westen in Richtung Pello ab auf eine Schotterstraße, diese war gut befahrbar.
Bald fanden wir eine schöne, liebevoll gepflegte Laavu mit Bibliothek, Kinderschaukel, Hundebibliothek usw. am See.
Die Hundebibliothek
Wir trafen dort Gabi und Mark aus Landsberg, beide unterwegs mit einem wunderbar ausgebauten Mercedes-Transporter und saßen bis spät am Lagerfeuer. Wir sprachen über Gott und die Welt, auch diese Begegnungen machen Reisen so schön.

Eine kalte Nacht bis fast 0 Grad ließ uns zum ersten mal auf dieser Reise nachts frieren, am nächsten waren wir beide ziemlich müde.

Weiter ging es Richtung Westen auf wunderbarer und hügeliger Straße nach Pello. Dabei kamen wir an der Dorfbibliothek vorbei.

Die Steigungen waren z.T. ziemlich lang und Andi hätte am liebsten schon um 15 Uhr das Zelt aufgebaut. Am Straßenrand wuchsen viele Pilze.

Jedoch musste erst noch der nächste Supermarkt in Pello erreicht werden. Birken, Moore, einige wenige Häuser, Natur satt begleiteten uns bis dorthin.

Abends waren wir dann zum zweiten mal auf dieser Reise in Pello, diesmal fuhren wir auf der schwedischen Seite des Grenzflusses nach Norden.

Wir fanden einen schönen Schlafplatz auf einer großen Wiese im Wald am Fluss mit zwei halb verfallenen Häuser.

Es wäre schön romantisch gewesen, wenn wir nicht Besuch von Millionen von Mücken gehabt hätten. Diese ganz kleinen, lästigen...

Es wird wieder abends zeitiger dunkel und kalt, so dass wir relativ zeitig verschwanden.

Am Montag schliefen wir richtig schön aus. Die Mücken waren weg, die Sonne schien und so gab es bis 12 Uhr ein romantisches "Frühstück" auf "unserer" einsamen Wiese am Fluss. 
Gegen 13 Uhr ging es dann los, aber Andis Rad wollte weiter Pause machen und ließ nach 600 Metern die Luft ab. An dieser Stelle hatte in Tampere ein Glassplitter den Reifen durchdrungen. Also wurde ein Ersatzreifen aufgezogen. 

Beim Basteln leistete uns ein schwedischer Radler Gesellschaft. Er war in Malmö gestartet und wollte bis Karesuando fahren. Allein mit geschätzt 70 Jahren 2000 km Schweden von Süden nach Norden - Respekt.
Wir fuhren auf der schwedischen Straße 99, dem Andi hat es gefallen, für Sandi war es zu langweilig. 

In Pajala wurden die Vorräte aufgefrischt und kurz vor der finnischen Grenze fanden wir einen wunderbaren Platz zum übernachten - lichter Wald mit Blaubeerbüschen und vielen Pilzen am Fluss, dem Munionjoki.

Rückreise

23., 24. und 25. Oktober ▪ Hendaye - Bordeaux - Strasbourg - Appenweiher - Chemnitz, ~200 + 1100 + 700 = 2000 km Zug, 53 km Rad Mit dem Auto...