Freitag, 30. Juni 2023
Abschied von Lettland
Freitag, 30. Juni ▪ Blome - Valga, 70 km
Zum Abschied zeigte sich Lettland von seiner schönsten Seite. Verkehrsarme, sehr gut ausgebaute Straßen, mittags Rast an einem idyllischen Fluss, ein kleiner Laden (in dem wir Eis und Kwas kauften) in einem Dorf am Ende der Welt.
Insgesamt hat uns Lettland gut gefallen, sehr viel Natur, die Radwege haben noch Entwicklungspotenzial...
Die zweigeteilte Stadt Valka/Valga fanden wir nicht besonders schön, dafür entdeckten wir noch ein sehr schönes Restaurant, in dem wir den Tag gemütlich ausklingen ließen.
Donnerstag, 29. Juni 2023
Schottertag
Donnerstag, 29. Juni ▪ Sigulda - Blome, 83 km
Heute haben wir gelernt, wie im Routenplaner geschotterte Straßen gekennzeichnet werden. 15 Kilometer reichen wirklich, z.T. durften wir schieben, da die Straßen sandig und z.T. steil waren.
Den zweiten Teil fuhren wir auf einer wenig befahrenen Asphaltstraße mit Windunterstützung, was für ein Kontrast.
Für die Strapazen wurden wir mit einer herrlichen Unterkunft am See entschädigt. Ein kleiner, gepflegter Hauskomplex mitten in der Natur.
Die freundlichen Hausbesitzer bereiteten sich gerade auf den Gartenwettbewerb vor, morgen kommt die Kommission, welche das Gelände begutachtet.
Mittwoch, 28. Juni 2023
In der lettischen Schweiz
Mittwoch, 28. Juni ▪ Riga - Sigulda, 84 km
Die Suche nach einem Restaurant führte uns an einen Hang mit Lift und allerlei Schnickschnack, schlussendlich landeten wir in einer Pizzeria, in der es keine Pizzas gab, aber dafür andere leckere Gerichte.
Bei perfektem Wetter waren die wenig befahrenen Straßen ein Genuss.
| Fahrradstraße in Sigulda |
Kurz vor Mittag an einem Bistro ein Apfelsaft und eine Soljanka, und dann ging es fast ohne Pause nach Sigulda. Auf direktem Wege ist dieses gepflegte Örtchen von Riga aus in 50 km erreichbar.
Sigulda ist einen mehrtägigen Aufenthalt wert: schöner Ort, Flusstal, Wanderwege und wunderbare Landschaft.
Dienstag, 27. Juni 2023
Riga
Montag, 26. Juni und Dienstag, 27. Juni ▪ Kandava - Riga und Ruhetag in Riga, 110 km
In unserer etwas chaotischen Unterkunft bekamen wir noch ein ordentliches Frühstück, bevor wir nach Riga aufbrachen.
Jurmala ist ein Vorort von Riga mit wunderschönen Häusern, und wir fuhren zum ersten mal in Lettland auf Radwegen. Die Einfahrt nach Riga war Klasse.
20 Kilometer viel befahrene Landstraße nervten etwas, dann ging es Richtung Ostsee und die Straßen wurden immer schöner, am Ende sogar einige Kilometer am gewalzten Strand, für uns eine Premiere.
Sonntag, 25. Juni 2023
Durch die lettischen Wälder
Sonntag, 25. Juni ▪ Kuldiga - Kandava, 72 km
Heute fuhren wir auf einer ruhigen Nebenstraße durch das dünn besiedelte Lettland. Uns gefielen die grüne Natur und die Wälder.
Dem Unwetter mit Blitzen und starken Regen konnten wir entgehen, bei unserer Ankunft in Kandava waren die Spuren des Regens noch sichtbar.
Beim Einchecken in die Unterkunft ging es etwas chaotisch zu, englische und russische Sprachkenntnisse halfen weiter...
Abends gingen wir zu einem Restaurant auf einem Campingplatz am See im Wald. Auf der Rückfahrt schauten wir uns einen Waldfriedhof an.
Wenn es gut läuft, kommen wir morgen in Riga an.
Samstag, 24. Juni 2023
Sonniger Samstag
Samstag, 24. Juni ▪ Jurkalne - Kuldiga, 52 km
Da es am Camping offiziell erst ab 10 Uhr Frühstück gab, wollten wir uns unterwegs etwas holen. Dann trödelten wir allerdings solange, dass wir vor dem Start wenigstens den obligatorischen Morgenkaffee bekamen.
Wir fuhren eine wenig befahrene Nebenstraße, ein Versuch, von dieser herunterzukommen, endete in einer Sandpiste.
Kultiga ist ein schöner Ort mit alten Häusern und liegt an einem Fluss mit einem kleinen Wasserfall.
Freitag, 23. Juni 2023
An der Küste nach Norden
Freitag, 23. Juni ▪ Liepaja - Jurkalne, 81 km
In Liepaja, der Kulturhauptstadt 2027, sahen wir die ersten lettischen Wegweiser für den Eurovelo. Auch heute fuhren wir den ganzen Tag auf der Landstraße, allerdings wesentlich nervenschonender als gestern.
Ziel war ein Campingplatz an der wunderschönen Ostseeküste. Diese ist hier eine Steilküste und nicht bebaut. Die Menschen feiern ausgelassen die Sommersonnenwende und schmücken sich mit Eichenlaub und Blumenkränzen.
Donnerstag, 22. Juni 2023
Angekommen in Lettland
Donnerstag, 22. Juni ▪ Klaipeda - Liepaja, 108 km
Nach der Grenze zu Lettland kam das Gegenteil: mehr als 50 Kilometer auf einer gut befahrenen Fernstraße, das strengt an. Nebenwege waren nicht befahrbar, da uneben und nicht asphaltiert.
Mittwoch, 21. Juni 2023
Es rollt
Montag, 19. Juni bis Mittwoch, 21. Juni ▪ Berlin - Klaipeda, Zug und Fähre
Durch einen sehr leckeren arabischen Kaffee gestärkt, starteten wir die letzten Kilometer zum Hauptbahnhof. Dort trafen wir uns mit Andis Mutti, die auf der Reise durch das Baltikum "mit strampeln" wird. Mit 80 möchten wir das auch noch so wollen und können.
So checkten wir in Ruhe mit noch einigen Gleichgesinnten auf der "Victoria Seaway" ein. Insgesamt ist der Andrang verhalten auf der Fähre. Wir können schlemmen bis wir umfallen, haben ein bequemes Bett in einer Außenkabine, hatten einen Sonnenuntergang aus dem Bilderbuch sowie eine Fahrt bei allerbestem, ruhigen und sonnigem Wetter. So konnten wir die herrlich klare Fernsicht im Freien genießen; mit netten Menschen quasseln, lesen, dösen, schlafen, ferngucken ... Jeder von uns hing seinen Bedürfnissen nach und spürte das Glück. Sooo, sooo schön!!!
Wetter: leicht bewölkt, 22°C, leichter Wind, - 102 km
In Kiel angekommen, bekamen wir einen kleinen Eindruck von der bunten wie trubeligen "Kieler Woche", vertrödelten die verbleibende Zeit im Café und radelten an der Uferpromenade mit Blick auf die Skyline. Ringsum fühlte es sich stressfrei und freundlich an.
In Klaipeda angekommen, fuhren wir zu unserem Appartement am Rand der Stadt. Unser erster Eindruck von Litauen: schöne Radwege, entspannte Autofahrer, Blick für die kleinen Details und auch häufig "nur" sandgewalzte Straßen.
Wer hier ist, der ist auch wegen einem Phänomen hier, die kurische Nehrung. Zu dritt mit Fahrrädern für 4,50 € setzten wir mit der Fähre in 10 Minuten über. Uns erwarteten ein Naturparadies und nahezu menschenleere weite Strände. Die Höhe und Länge der Düne sind krass.
Wir begannen auf einem neu asphaltiertem Weg hinter der Düne, der sich locker fahren ließ und stießen alsbald auf Arbeiter, die den Weg erneuerten. In der Folge bekamen wir mit, dass er abschnittsweise bis etwa Juodkranté, dem 1. Ort, der hier ursprünglich gebaut wurde, erneuert wird. Dieser Teil war recht herausfordernd, inkl. Schieben durch den Sand. Nach einem schönen Abendessen fuhren wir auf der Straße zurück in unsere Unterkunft.
Sonntag, 18. Juni 2023
Aufenthalt in Berlin
Wir nutzen die Zeit in Berlin, um ein paar ruhige Tage zu verbringen und um uns mit unseren Kindern und Freunden zu treffen.
Es war schön und zugleich auch manchmal anstrengend.
Zuerst verbrachten wir ein paar Tage in Moabit, danach in Schöneberg.
Wir besuchten schöne Cafés und Restaurants, radelten durch die Straßen und Parks von Berlin und genossen den Trubel der Hauptstadt.
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Rückreise
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