Mittwoch, 21. Juni 2023

Es rollt

Montag, 19. Juni bis Mittwoch, 21. Juni ▪ Berlin - Klaipeda, Zug und Fähre
Wetter: leicht bewölkt, 22°C, leichter Wind,  - 102 km

Durch einen sehr leckeren arabischen Kaffee gestärkt, starteten wir die letzten Kilometer zum Hauptbahnhof. Dort trafen wir uns mit Andis Mutti, die auf der Reise durch das Baltikum "mit strampeln" wird. Mit 80 möchten wir das auch noch so wollen und können. 


In Kiel angekommen, bekamen wir einen kleinen Eindruck von der bunten wie trubeligen "Kieler Woche", vertrödelten die verbleibende Zeit im Café und radelten an der Uferpromenade mit Blick auf die Skyline. Ringsum fühlte es sich stressfrei und freundlich an. 

So checkten wir in Ruhe mit noch einigen Gleichgesinnten auf der "Victoria Seaway" ein. Insgesamt ist der Andrang verhalten auf der Fähre. Wir können schlemmen bis wir umfallen, haben ein bequemes Bett in einer Außenkabine, hatten einen Sonnenuntergang aus dem Bilderbuch sowie eine Fahrt bei allerbestem, ruhigen und sonnigem Wetter. So konnten wir die herrlich klare Fernsicht im Freien genießen; mit netten Menschen quasseln, lesen, dösen, schlafen, ferngucken ... Jeder von uns hing seinen Bedürfnissen nach und spürte das Glück. Sooo, sooo schön!!! 


In Klaipeda angekommen, fuhren wir zu unserem Appartement am Rand der Stadt. Unser erster Eindruck von Litauen: schöne Radwege, entspannte Autofahrer, Blick für die kleinen Details und auch häufig "nur" sandgewalzte Straßen.
Wer hier ist, der ist auch wegen einem Phänomen hier, die kurische  Nehrung. Zu dritt mit Fahrrädern für 4,50 € setzten wir mit der Fähre in 10 Minuten über. Uns erwarteten ein Naturparadies und nahezu menschenleere weite Strände. Die Höhe und Länge der Düne sind krass. 

Wir begannen auf einem neu asphaltiertem Weg hinter der Düne, der sich locker fahren ließ und stießen alsbald auf Arbeiter, die den Weg erneuerten. In der Folge bekamen wir mit, dass er abschnittsweise bis etwa Juodkranté, dem 1. Ort, der hier ursprünglich gebaut wurde, erneuert wird. Dieser Teil war recht herausfordernd, inkl. Schieben durch den Sand. Nach einem schönen Abendessen fuhren wir auf der Straße zurück in unsere Unterkunft.
Mutter und Sohn

Rückreise

23., 24. und 25. Oktober ▪ Hendaye - Bordeaux - Strasbourg - Appenweiher - Chemnitz, ~200 + 1100 + 700 = 2000 km Zug, 53 km Rad Mit dem Auto...