28. und 29. September ▪ Chemnitz - Berlin - Paris, 250 km Zug, 1.050 km Bus, 60 km Rad
Mit dem Taxi nach Paris - eigentlich: mit dem Flixbus nach Brest, das wurde jedoch noch nicht vertont.
Nach knapp 3 Wochen in Chemnitz setzen wir unsere Reise in Richtung Süden fort.
Direkt nach der Rückkehr aus Finnland war die Lust auf Radfahren recht verhalten aber nach einer Woche waren wir beide uns einig, dass die Reise weitergehen soll. Diesmal ohne Zelt und nur mit 2 Taschen pro Rad, in der Nachsaison sollte es wohl genügend Quartiere geben.
Wir folgen dem Eurovelo 1. Dies ist der Atlantikküstenweg, der über 11.000 km von Portugal bis an das Nordkapp führt. In Frankreich wird der Weg als La Vélodyssée bezeichnet. Wir haben sogar einen Bikeline-Radführer. Der französische Teil erstreckt sich über 1.290 km und führt von der Bretagne am Atlantik entlang bis an die spanische Grenze. Teile des EV1 kennen wir aus Norwegen, außerdem fuhren wir 2015 von Nantes nach St. Nazaire. Der Rest ist Neuland für uns.
Wir wären lieber mit der Bahn gefahren, dies ist aber mit Fahrrad nicht einfach und teuer. So sind es halt 2 Nachtfahrten mit dem Bus, mal sehen, wie wir damit zurechtkommen.
Die erste Busfahrt war einigermaßen angenehm. Der Bus war fast voll und fuhr sehr ruhig, so dass wir, so gut es ging, schliefen oder zumindest ausruhten.
Früh waren wir in Paris, nach ein paar Lockerungsübungen fuhren wir entlang der Seine, vorbei an der Notre Dame, welche gerade wieder aufgebaut wird, zum Eiffelturm. 2016 hatten wir die Notre Dame noch in voller Schönheit gesehen, jetzt ist sie von Baugerüsten umgeben. Mit riesigem Aufwand wird sie wieder restauriert.
Am Eiffelturm bekamen wir die lapidare Nachricht, dass der Flixbus nach Brest ausfällt.
Prima.
Fahren wir eben mit der Bahn. Da für heute alle Radplätze ausgebucht waren, nahmen wir uns ein Hotel in Bahnhofsnähe und fahren morgen mit dem TGV.