| Gepflegter Unterstand, den wir unterwegs sahen |
Heute fuhren wir ca. 70 km auf einer Nebenstraße entlang des Flusses. Aller 10 Minuten ein Auto, so macht es Spaß. In der Gemeinde Kolari, in der wir heute unterwegs sind, leben 1,6 Menschen pro Quadratkilometer. 4000 Einwohner auf der Fläche von Luxemburg.
Wir schauen uns wieder einige am Weg liegende Unterstände an, meist sehr gepflegt, hier gibt es viele davon. In diesem Gebiet sind wahrscheinlich viele Wanderer und Angler unterwegs, Dörfer gibt es nur ganz kleine.
Mittags (15 Uhr, heute hatten wir verschlafen und kamen erst 9 Uhr aus dem Schlafsack) fanden wir einen schönen Campingplatz mit Gaststätte, hier warteten wir auch den Regenschauer ab.
Wir hatten ein sehr schönes Gespräch mit der Campingplatzinhaberin. Sie sprach deutsch, da sie einige Jahre in Deutschland gelebt hatte. Und Sandra konnte ihr Finnisch verbessern.
Danach fuhren wir weiter nach Kolari. Hier ist die Endstation der Eisenbahn. Aller paar Tage fährt ein Nachtzug nach Helsinki.
Das feuchte Holz wollte nicht richtig brennen, aber nach langen Versuchen ging es dann doch noch. In der Nähe befindet sich eine alte Bahnlinie ohne Schienen mit Brücke. Dies war früher die Fortsetzung der Bahnlinie von Kolari zu einem Bergbaubetrieb.
Romantisch.
Und nachts um 1 ist es immer noch nicht dunkel. Das Feuer vertreibt die Mücken.
Nach den ersten 20 km Schotterstraßen im Regen sahen wir ziemlich dreckig aus.
Wir erreichten den Pallas-Yllästunturi-Nationalpark. Diesen kennen wir jetzt von allen Seiten: östlich sind wir 2017 vorbeigefahren, mit dem Ski 2015 mitten durch und jetzt westlich vorbei. Hier gibt es die Tunturi (Fjäll), von der Eiszeit abgerundete Berge. Mit den entsprechenden Skigebieten dazu.
Auf einer kleinen Asphaltstraße ging es bergauf und bergab durch die Grünen Wälder, vorbei an Seen.
Unsere Sachen sind feucht, so dass wir heute in einer festen Unterkunft mit Sauna schlafen. Hier ruhen wir uns einen Tag aus, bevor es in die Wildnis geht.
Die nette Frau vom Camping erzählte uns, dass dieses wechselhafte Wetter das normale Wetter ist, ständig wechselnde Vorhersagen und Mix von Sonne und Regen.
Hier arbeiten zwei junge Frauen aus Mariupol. Aus verständlichen Gründen möchten sie nicht russisch sprechen. Was tun ihre Freunde und Familie gerade? Wir haben besser nicht gefragt.
Am Ruhetag fuhren die Räder keinen einzigen Meter.