| Im Nieselregen auf der E8 |
Wir fahren heute in Richtung Nordwesten. In Munio kauften wir noch ein paar Vorräte, da der nächste Laden erst nach 80 km zu erwarten ist. Wir sind jetzt in der Gemeinde Enontenkiö im äußersten Nordwesten von Finnland. Mit 0,2 Einwohner pro Quadratkilometer auch nicht sehr dicht besiedelt.
Nach 2 Stunden Nieselregen waren zumindest die Füße nass. Der Verkehr auf der E8 hält sich in Grenzen. Wir fuhren entlang des Flusses durch eine ursprüngliche Landschaft mit den für Lappland typischen kleinen Bäumen.
Wir ergänzten unsere Flaggensammlung um die samische und die norwegische. Jetzt fehlen noch Estland und Schweden.
| Räucheranlage |
Nachmittags kam dann sogar noch die Sonne hervor und wir fanden ein Laavu am Fluss, leider ohne trockenes Feuerholz.
Begegnungen: ein Finne, dessen italienischer Freund 4000 km von Italien zum Nordkap radelt, zwei Wohnwagenreisende aus Duisburg und Nordfriesland. Die Nordfriesen leben seit einem Jahr im Wohnmobil.
Auch am nächsten Tag folgten wir der E8. Dies ist hier die einzige Straße, links und rechts sind bestimmt 50 km straßenlose Landschaft.
Die Bäume werden immer kleiner, weite Strecken sind versumpft und unwirtlich.
In Kaatesuvanto, einem Dorf mit Tankstelle, Universalladen und 4 Tesla Superchargern trinken wir einen Kaffee.
Wir schlafen in einer Hütte auf dem Campingplatz in Vikkuri. Vikkuri hat laut Karte 19 Häuser und eine Bushaltestelle.
Der Campingplatz ist eine um Hütten erweiterte Wiese an einem Privathaus, die Rezeption ist das Wohnzimmer und Duschen sowie WC sind im Hintereingang des Hauses. Die Besitzerin ist sehr freundlich und hat wahrscheinlich ein sonniges Gemüt, sie lacht viel.